Diabetes

Das Wort kommt aus dem Griechischen und heißt auf Deutsch "Wasserharnruhr", weil manche Betroffene unheimlich viel trinken. Den Diabetikern fehlt der Stoff Insulin, der von der Bauchspeicheldrüse hergestellt wird. Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt im Bauch hinter dem Magen und sondert Stoffe ab, die Eiweiß, Fett und Zucker zerlegen können. In der Bauchspeicheldrüse verstreut liegen Zellgruppen, die das Insulin produzieren. Dieses Hormon (ein von einer Drüse erzeugter Stoff, der an das Blut abgegeben wird, und andere Organe beeinflusst) ist entscheidend, um den Zuckergehalt im Blut zu regeln. Diabetiker können Zucker nur ganz schlecht verwerten, was zu viel Zucker im Blut verursacht. Wenn das besonders schlimm ist, können sie sogar in eine lange Ohnmacht, Koma genannt, fallen. Manchmal hilft es, Speisen mit Zucker zu meiden, oft muss aber auch das Insulin in Form von Tabletten oder als Spritze zugeführt werden.

Zwei Arten von Diabetes.

Der erste Typ betrifft vor allem Jugendliche: Als Ursache werden Erbfaktoren oder eine Krankheit angenommen. Vermutlich zerstören Zellen des Körpers, die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Eigenes Insulin wird nicht mehr gebildet. Diese Patienten müssen Insulin deshalb ihr Leben lang spritzen. Beim zweiten Typ von Diabetes spricht man von Altersdiabetes, obwohl auch immer mehr junge Leute die Krankheit bekommen. Die Ursache ist eine angeborene oder erworbene Widerstandfähigkeit gegen Insulin. Verstärkt wird das durch zu fettes Essen, Übergewicht und zu wenig Bewegung. Die Bauchspeicheldrüse muss nun vermehrt Insulin freisetzen, das von den Zellen nicht mehr aufgenommen werden kann. Das führt dann zu einer Überzuckerung des Blutes. Was ist die Folge von Diabetes? Es kann zu Schäden in den Augen kommen, das Herz kann einen Infarkt erleiden, die Nerven werden belastet. Diabetiker können manchmal in den Füßen Kälte, Wärme oder Schmerzen nicht mehr spüren. Die Nieren werden geschädigt. In Deutschland leben heute über fünf Millionen Menschen, von denen man weiß, dass sie Diabetes haben. 300000 haben Typ 1, fast 4,8 Millionen Typ 2. Das Problem ist, dass viele die Krankheit lange nicht bemerken, am Anfang tut nämlich gar nichts weh.