Zunächst einmal sollte geklärt werden, was ist überhaupt der Intelligenzquotient (IQ).
Der Begriff wurde 1912 von Wilhelm Stern eingeführt. Stern stellte für verschiedene Altersstufen Aufgaben. Die Getesteten begannen mit der niedrigsten Altersstufe und arbeiteten sich langsam nach oben. Kam ein 18-Jähriger nur bis zu den Aufgaben der 16-Jährigen, war er für sein Alter unterdurchschnittlich intelligent. Konnte er jedoch die Aufgaben der 21-Jährigen lösen, war er überdurchschnittlich intelligent.
Um den IQ nun zu ermitteln, nahm Wilhelm Stern das Intelligenzalter (IA) teilte dieses durch das Lebensalter (LA) und multiplizierte das Ergebnis mit 100.
Heute wird der IQ etwas anders berechnet. Zunächst wird der Mittelwert einer Altersgruppe bestimmt, also beispielsweise der 30 bis 40-Jährigen. Dieser Mittelwert bekommt den IQ-Wert 100. Nun wird geschaut, wie weit der IQ anderer Personen von diesem Mittelwert abweicht. Diese Abweichung vom Mittelwert kann mathematisch auf verschiedene Weisen berechnet werden. So werden in den U.S.A. andere Formeln verwendet als in Deutschland. Deshalb gibt es auch immer wieder einmal Meldungen über einen unglaublich hohen IQ (über 200) einer Person. Diese Person hätte nach anderen Berechnungsmethoden vielleicht aber nur einen IQ von 160.
Da der Mittelwert des IQ einer Altersgruppe 100 beträgt, weisen auch die meisten Leute einen IQ um eben 100 auf. Genauer gesagt 48 Prozent der Bevölkerung haben einen IQ zwischen 90 und 109. Somit haben auch die meisten Kinder oder Jugendliche einen IQ um 100. Allerdings ist es sehr schwierig mit den heutigen Intelligenztests überhaupt den IQ von Kindern, die jünger als zehn Jahre alt sind, zu ermitteln.
Um nun die Intelligenz eines einzelnen Menschen in Bezug zu seinem Lebensalter zu setzen, müsste regelmäßig (beispielsweise alle zehn Jahre) ein Intelligenztest mit der gleichen Person gemacht werden. Dies ist sehr zeitaufwendig und kostet damit auch eine ganze Menge Geld. Trotzdem gibt es einige Studien darüber und diese zeigen, dass es kaum Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersstufen eines Menschen gibt. Also ist ein Erwachsener nicht intelligenter als ein Kind. Er hat nur ein größeres Wissen, durch seine größere Lebenserfahrung gesammelt.
Da solche Untersuchungen aber eben sehr zeitaufwendig sind, wurden häufig Personen verschiedenen Alters zur gleichen Zeit, also am gleichen Tag, untersucht. Dabei kommt heraus, dass der IQ bis etwa 25 Lebensjahren ansteigt und danach ganz langsam wieder zurück geht. Dieses Verfahren ist aber nicht ganz korrekt. Frage doch einmal einen 60-Jährigen nach seinem Computerwissen. Die meisten dieser Altersgruppe wissen nicht allzu viel darüber. Wenn du aber 20-Jährige befragst, wirst Du viel über Computer erzählt bekommen.
Und nun zu Albert Einstein. Albert Einstein hat wohl nie einen Intelligenztest gemacht. Deshalb ist sein IQ auch nicht bekannt. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts haben Wissenschaftler versucht den IQ bereits verstorbener Persönlichkeiten (beispielsweise Goethe) zu berechnen. Auch für Albert Einstein wurde ein IQ berechnet. Der ermittelte Wert lag zwischen 160 und 180. Aber diese Berechnungen sind nicht wissenschaftlich korrekt, deshalb kann man eigentlich auch nichts über Albert Einsteins IQ sagen.