Lebende Fossilien - zuhause gezüchtet


Text und Bilder von Lukas Mairon (11 Jahre)

triops

Der Triops ist eines der wenigen Tiere, die es schon in der Urzeit gab. Er gehört zu den Urzeitkrebsen. Wie man aus Versteinerungen weiß, hat er sich in den letzten 220 Millionen Jahren nicht verändert. Der Triops hat einen Rückenpanzer, wird etwa 5 Zentimeter groß und ist ein Allesfresser. Er kommt auf allen Kontinenten außer der Antarktis vor. Seine "Wohnung" sind Pfützen und Überschwemmungstümpel. Da dort immer nur zeitweise Wasser ist, musste er sich anpassen. Deshalb wird er nur etwa 70 Tage alt, legt schon mit rund 10 Tagen Eier. Die Eier müssen mindestens einmal trocknen, bevor sie schlupffähig sind.

Wie züchtet man Triopse?

Ich selber züchte Triops. Angefangen habe ich mit dem Kosmos Experimentierkasten "Triops". Dieser reicht für den Anfang, denn er hat alles, was man braucht, dazu noch ein sehr ausführliches Anleitungsheft. Und so geht`s: Nachdem man die Eier ins Wasser getan hat, dauert es einige Tage, bis endlich kleine weiße zuckende Pünktchen zu sehen sind. Das sind die Larven. Dann aber wachsen die Triopse sehr schnell. Ab jetzt muss man sie füttern. Zuerst gibt man am besten das beigelegte Futter. Später kann man dann alles ausprobieren, beispielsweise kleingeschnittenes Gemüse, Fleisch, gekochten Reis und vieles anderes. Dabei muss man beachten, dass die Triopse nur dann frisches Futter bekommen dürfen, wenn das alte ganz aufgebraucht ist. Sonst entwickeln sich an dem alten Futter Bakterien, die den Sauerstoff im Wasser verbrauchen und die Triopse sterben.

Häutungen

In der Zeit des Wachstums der Triopse ist es besonders interessant ihnen bei der Häutung zuzusehen. Ihre Körperhülle kann nicht mitwachsen und muss deshalb gerade in der Anfangszeit häufig gewechselt werden. Dazu macht der Triops heftige Bewegungen. Die alte Hülle kann man dann aus dem Becken fischen und genauer ansehen. Man kann daran gut die einzelnen Körperteile des Triops erkennen.


Vermehrung

Nach ein bis zwei Wochen erkennt man die kleinen Eiersäckchen am Rande des Panzers. Die Triopse buddeln jetzt noch mehr als bisher im Sand und legen dabei ihre Eier ab. Fast alle Triopse sind weiblich, ich selber hatte leider auch noch nie ein Männchen. Triopse vermehren sich nämlich meistens ungeschlechtlich durch Jungfernzeugung, das heißt, es werden keine Männchen gebraucht. Die jetzt ausgewachsenen Triopse zu beobachten macht sehr viel Spaß.

Manchmal schwimmen sie mit dem Bauch nach oben oder sie krümmen sich lustig, manchmal rasen sie durch das Becken, dann wieder sind sie wie wild am Buddeln.

Aber nach 70 bis 90 Tagen sterben sie leider. Das ist sehr traurig. Aber es wartet auch gleich Arbeit. Das Eier-Sand-Gemisch muss getrocknet werden. Es wird auch empfohlen, die Eier mal einzufrieren, um eine Frostperiode zu simulieren.Und dann kann es wieder von vorne los gehen.



Im Internet gibt es gute und informative Seiten zu den Urzeitkrebsen:
www.urzeitkrebse.de (hier gibt es auch einen Shop bei dem man alles bekommt, was der Triopsfan braucht)
www.gummis-urzeitkrebse.de.vu