Die Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Heidelberg

von Rico Herzog (10 Jahre)

Nach dem uns Dr. Armin Schlechter in der Eingangshalle der Universitätsbibliothek Heidelberg empfangen hatte, führte er uns durch deren Handschriftenabteilung. Die Bibliothek wurde 1386 unter anderem von den Professoren Konrad von Gelnhausen und Marsilius von Inghen gegründet und gehört deshalb zu den ältesten Universitätsbibliotheken in ganz Deutschland. Diese Bestände wurden von Kurfürst Ottheinrich mit seiner Privatbibliothek im Schloss zusammengeführt und auf den Emporen der Heilig-Geist-Kirche in Heidelberg untergebracht. Diese wertvolle Sammlung nannte sich "Bibliotheca Palatina".

Im 30jährigen Krieg und nach Eroberung der Stadt Heidelberg um 1622/23 ließ Papst Gregor XV. etwa 3500 Handschriften und ungefähr 13.000 Drucke nach Rom abtransportieren. Heute liegen noch viele Werke dieser Sammlung in Museen im Vatikan. Kurfürst Ottheinrich ließ auch noch viele andere Bücher schreiben bzw. drucken. Alle waren mit seinem Siegel aus Blattgold versehen, das sich auf der Vorderseite der Bücher befand.

Armin Schlechter zeigte uns nun zwei gleiche Faksimile (das sind originalgetreue Wiedergaben einer Bilderhandschrift). Diese Nachahmungen waren sehr wertvoll und zeigten die manessische Liederhandschrift. Auf den Bildern darin gab es sehr viele Einzelheiten zu entdecken. Aufgrund dieser Liederhandschrift weiß man viele Dinge über das Leben im Mittelalter.

Ich fand die Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Heidelberg sehr interessant - ein Besuch dorthin lohnt sich bestimmt.