Hexen: Opfer oder Täter?

von Natalie Kreindlina (11 Jahre)

Kathedrale von Reims; hier krönte Jeanne d'Arc im Jahre 1429  Karl VII. Foto: Natalie Kreindlina Während 400 Jahren der "Hexenverfolgung" sind über 200 000 Menschen gestorben. Oft waren es Frauen, die versucht hatten mit Kräutern zu Heilen, oder Männer, die nicht zur Kirche gingen. Jedoch waren 80 Prozent der Opfer Frauen. So waren viele Menschen der Meinung, dass jeder der sich nur etwas vom normalen Volk unterschied, vom Teufel besessen sei. Dieser Meinung waren insbesondere die Priester der damaligen Zeit. Sie dachten nämlich, diese Leute würden eine Gefahr für die Kirche darstellen. Um sie aus der Bevölkerung auszuschließen, veranstalteten sie eine Hexenprobe. In der an die "Hexe" beispielsweise ein schwerer Stein gebunden und sie ins Wasser geworfen wurde, wenn sie unterging und ertrank war sie keine Hexe, doch falls sie an der Oberfläche blieb, war sie eine Hexe. Oder man legte ihre Hand auf glühendes Eisen, wenn die Haut verbrannte war die Frau keine Hexe. In den meisten Fällen waren die Opfer unschuldig, sie wurden oft auch verhaftet, weil sich jemand vom Verschwinden einer unbeliebten Person einen Vorteil versprach.

Ein Beispiel dazu ist Jeanne d'Arc (Jungfrau von Orleans)

Jeanne d'Arc Denkmal in Reims. Foto: Natalie Kreindlina Das Bauernmädchen wurde 1412 in Domremy (heute Domremy-la-Pucelle, Frankreich) geboren. Als junges Kind glaubte sie schon himmlische Stimmen zu hören, und dabei gelangte sie zu der Überzeugung, der heiligen Margarete, dem heiligen Michael und der heiligen Katharina von Alexandrien anzugehören. Als während des hundertjährigen Krieges die Engländer kurz davor standen Orleans (französische Stadt) zu erobern, beauftragten die "Stimmen" sie, dem Dauphin (Beiname der Grafen von Albon, Dauphin wurde später König Karl VII ) zu helfen und somit Frankreich zu retten. Da Jeanne den Dauphin von ihrem Auftrag überzeugen konnte, durfte sie in Orleans eine Gruppe von Soldaten anführen. Dank ihr siegten die Franzosen in Orleans. Einige Monate später krönte Jeanne d'Arc den Dauphin in der Kathedrale von Reims. Obwohl die Franzosen schon fast gesiegt hatten, war der König gegen eine Fortsetzung des Krieges. Daher ging Jeanne ohne eine königliche Unterstützung bei Compigne gegen die Engländer vor. Sie wurde von den burgundischen Soldaten gefangen genommen und an die Engländer verkauft. Die lieferten Jeanne allerdings in Rouen aus, wo sie wegen Hexerei verhaftet wurde. Am 30. Mai 1431 hat man die 19 Jahre junge Jeanne d'Arc auf dem Scheiterhaufen in Rouen verbrannt. Fast 489 Jahre später (1920) wurde sie vom Papst Benedikt XV. heilig gesprochen und zur Schutzpatronin Frankreichs erklärt.

Wenn du etwas selbstständig tust und die Ziele in deinem Leben verwirklichen willst, ist es noch kein Grund dich auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen !!!