Von Tania Christiansen (11 Jahre)
Es gibt verschiedene Theorien über die Entstehung des Menschen. Im Christentum, Judentum oder Islam heißt es, dass Gott die Welt erschaffen und den Menschen zum Herrscher über alle Tiere ernannt hat. Es ist jedoch von Wissenschaftlern bewiesen worden, dass der Mensch vor Millionen von Jahren im Herzen von Afrika entstanden ist.
Irgendwann lebte der "Urmensch" nicht mehr in den Bäumen, sondern lief aufrecht in der Savanne. Das hat einige Vorteile: Man hat die Hände frei und kann mit etwas in der Hand, vor Löwen zum Beispiel, weglaufen. Man kann Dinge bearbeiten und man kann über das Gras hinweg, nach Feinden ausschau halten.
Es gibt drei Gattungen, die im Laufe der Entstehung des Menschen gelebt haben: Paranthropus, Australopithecus und Homo.
Wir gehören zu der "Gattung" Homo.
Australopithecus afarensis ist eine der ersten Arten, sie lebte vor etwas 4 bis 2,9 Millionen Jahren. Das bekannteste Skelett das man gefunden hat ist Lucy. Das Forscherteam das es entdeckt hat, hat es nach einem Lied von den Beatles (Lucy in the sky with diamonds) benannt. Anfangs dachte man, dass Lucy ein Weibchen wäre, später aber stellte sich heraus, dass Lucy ein Männchen ist!
Nach dem Australopithecus afarensis spaltet sich die Entwicklungslinie auf. Die neue Gattung Paranthropus ist entstanden. Weil man die Zähne und das Gebiss untersucht hat (Größe und Abnutzung der Backenzähne), konnte man herausfinden, dass sie Pflanzenfresser waren. Diese Gattung ist vor ungefähr 1 Million Jahren ausgestorben, und ist deshalb nicht direkt mit uns verwandt.
Die letzte lebende Art der Gattung Paranthropus war Paranthropus boisei, die besonders große Backenzähne hatte und deshalb sogar Nussknackermensch genannt wird!
Weil die Gattung Paranthropus irgendwann ausgestorben ist, folgen wir der Gattung Australopithecus, die unsere "entfernten" Verwanten waren.
Immer wieder bildeten sich neue Arten, die dann irgendwann austarben oder in anderen Arten weiterlebten. Die letzte Art, die von der Gattung Australopithecus gelebt hat, ist Australopithecus africanus. Sie starb vor etwa 2 bis 3 Millionen Jahren aus.
Vor etwa 2,5 Millionen Jahren erschien auch die erste Art der Gattung Homo (was Mensch heißt). Diese Art hieß Homo rudolfensis.
Natürlich gab es verschiedene Arten von Homos (Menschen) aber der Homo erectus ist einer der bekanntesten. Er war auch der erste Urmensch, der sich weit über Afrika hinaus ausgebreitet hat.
Zusammen mit dem Homo erectus, der vor 300000 Jahren ausstarb, lebte auch die Art Homo heidelbergensis, von dem nur ein Unterkiefer in Mauer, in der Nähe von Heidelberg, gefunden wurde. Vom Homo heidelbergensis spaltet sich der Neandertaler (Homo neandertalensis) und später auch die Art Homo sapiens sapiens (wir) ab. Während wir noch in Afrika lebten, (wir stammen also von dem in Afrika lebenden Homo erectus ab), kämpften die Neandertaler um das Überleben in der damals herrschenden Eiszeit. Irgendwann zogen auch Teile der Homo sapiens sapiens Stämme von Afrika weg. Dort wo vorher der Neandertaler von keiner anderen Menschenart gestört wurde, kam es jetzt zu Zusammenstößen von Neandertaler und Homo sapiens. Ihr könnt euch wahrscheinlich vorstellen, dass das nicht sehr schön ausging, wenn Homo sapiens und Neandertaler sich trafen. Vielleicht wurden aber auch gemeinsame Kinder gezeugt.
Irgendwann vor etwa 27.000 Jahren gab es keine Neandertaler mehr. Sie waren ausgestorben.
Von dem Zeitpunkt an ist der Homo sapiens sapiens bis heute das einzigste Lebewesen der Gattung Homo auf der Erde.