Erfahrungsbericht First Lego League

Von Lukas Mairon (12 Jahre)

Zuerst muss gebaut werden; Foto: Holger Mairon FLL, First Lego League, was ist das ? Das wusste ich am Anfang auch nicht. Doch zum Glück gibt es Internet. Dort erfuhr ich unter www.firstlegoleague.org, dass die FLL ein Wettbewerb ist, bei dem Roboter aus Lego selbstständig Aufgaben lösen müssen. Das klang so interessant, dass ich mich bei einer von der SAP gesponsorten Gruppe anmeldete.

Unsere Gruppe nannten wir „Crazy Robots“. Zuerst einmal mussten wir uns alle kennenlernen, da wir ein bunt zusammen gemischter Haufen waren. Doch zum Glück verstanden wir uns auf Anhieb alle gut.

Programmieren; Foto: Holger Mairon Jetzt hieß es an die Arbeit gehen. Es gab zwei verschiedene Aufgaben: zum einen mussten wir einen Roboter bauen und programmieren, zum anderen mussten wir eine Forschungspräsentation erarbeiten zum Thema „No Limits“, das hieß wir sollten uns einen öffentlichen Platz genauer ansehen und untersuchen, ob er auch für Behinderte zugänglich ist.

Probieren und Testen; Foto: Holger Mairon Als erstes entwarf jedes Gruppenmitglied Prototypen für einen Roboter, der so verschiedene Aufgaben wie Stühle rücken, Basketball spielen, Treppen steigen, eine Brille holen, Tiere füttern, Gatter öffnen und noch andere, lösen kann. Das schien schier unmöglich. Doch irgendwann hatten wir einen Grundtyp und dazu passend verschiedene Werkzeuge entwickelt.

Jetzt teilte sich unsere Gruppe: die einen übernahmen den Forschungsauftrag, die anderen gingen an die Programmierung des Roboters. Für den Forschungsauftrag sahen wir uns als öffentlichen Ort die Kirchen genauer an und mussten feststellen, dass sie für Behinderte nicht einfach zugänglich sind. Um das darzustellen erstellten wir eine Power Point Präsentation und stellten die Probleme gleichzeitig pantomimisch dar.

Die Programmierung des Roboters erwies sich auch als recht schwierig. Immer wieder stimmten die einprogrammierten Zeiten nicht und wir mussten verschiedene Sensoren (Licht-, Berührungssensor) einbauen. Oft waren wir bis spät in die Nacht am Tüfteln, einmal sogar bis um 22 Uhr.

Doch zum Glück war alles bis zum Turniertag bereit!

Der große Tag

Die Arena; Foto: Holger Mairon

Als erstes bekamen wir unsere T-Shirts mit dem „No limits“-Logo und dem Aufdruck „Crazy Robots“. Nach einer kurzen Vorbereitungszeit ging es gleich los: die Roboterkämpfe. Immer zwei Teams mussten gegeneinander antreten. Unser erster Lauf lief recht gut, aber vor lauter Nervosität hatten wir ein Werkzeug nicht richtig auf dem Roboter befestigt und es ging unterwegs verloren. Auch der zweite Lauf lief nicht so gut wie wir uns das gewünscht hätten.

Nun war unsere Forschungspräsentation dran. Hier lief endlich alles nach Plan. Die Jury schien begeistert und fragte bei einigen Punkten noch nach. Wir konnten aber alles zur Zufriedenheit beantworten.

Knapp daneben; Foto: Holger Mairon Leider mussten wir unseren dritten Roboterlauf sofort im Anschluss an die Forschungspräsentation machen. Wir waren noch aufgeregt und machten Fehler. Das war leider das Aus im Robot Game für die Crazy Robots L. Nichtsdestotrotz hatten wir noch viel Spaß und feuerten ein anderes befreundetes Team ordentlich an.

Gewonnen; Foto: Holger Mairon Die große Überraschung für uns kam am Ende: wir gewannen die Forschungspräsentation und bekamen einen Lego-Pokal! So gab es doch noch lauter glücklich strahlende Gesichter bei den Crazy Robots.

Und eines ist sicher: nächstes Jahr sind wir wieder dabei!

Fotos: Holger Mairon