Vulkanologen (Vulkanforscher) haben herausgefunden, dass es sich in der Eifel um eine ganz besondere Art der Vulkane handelt:
So genannte "Plumes" oder auch "Hot Spots" (heiße Punkte).
Das sind Anomalien (Unebenheiten) unterhalb der etwa 30 Kilometer dicken Erdkruste.
In etwa 100 bis 400 Kilometer Tiefe, im Erdmantel, befindet sich eine ungewöhnlich heiße Gesteinsmasse, die langsam nach oben steigt und in der Nähe der Erdoberfläche zu schmelzen beginnt - ähnlich wie die Blasen einer Lavalampe.
Weltweit gibt es einige große Hot Spots mit heftigem Vulkanismus, wie beispielsweise Hawaii.
Die Plumes in der Eifel sind mit etwa 100 Kilometern Durchmesser zwar recht klein,
vor 11.000 Jahren gab es jedoch eine gewaltige Explosion. Der Vulkan von Maria Laach brach aus.
Das aufsteigende Magma (flüssiges Gestein) kam mit dem Wasser von der Oberfläche in Berührung.
Dadurch kam es zu einer heftigen Wasserdampf-Explosion, die einen trichterförmigen Sprengkrater hinterließ.
Es folgte ein Ausbruch, der heftiger war als die Ausbrüche von Vesuv und Mount St. Helens zusammen.
Nach der ersten Explosion stiegen Magmasäulen bis zu 40 Kilometer hoch in die Erdatmosphäre, Glutlawinen rasten bis zum Rhein.
Alles Leben ringsum ging zugrunde. Die Auswirkungen der Katastrophe waren bis Italien und Schweden spürbar.
Der Ausbruch dauerte höchstens zehn Tage mit etwa achtstündigen Eruptionsphasen (Ausbruchsphasen).
Es wurden beim gesamten Ausbruch rund 16 Milliarden Kubikmeter Magma ausgeschleudert.
In einer Entfernung von etwa, 50 Kilometerm befindet sich heute noch eine bis zu einem Meter dicke Lage aus Bims- (das ist Lava mit vielen Hohlräumen - Löchern) und vulkanischen Aschen, die von diesem Ausbruch stammen.
Ganz Mitteleuropa war sogar mit Asche bedeckt und Schwefeldioxid (giftige Gase), das bei dem Ausbruch ebenfalls in die Atmosphäre gelangte, verschlechterte das Klima auf der ganzen Nordhalbkugel.
Die Vulkane der Eifel sind längst nicht erloschen - sie ruhen nur.
Dadurch, dass sich die Magmakammer in der Tiefe wieder füllt, hebt sich die Eifel jedes Jahr um einen Millimeter.
Deshalb wird es wohl auch in Zukunft vulkanische Aktivität in der Eifel geben und die Vulkanologen beobachten die Gegend sehr genau.
Wenn es zunehmende Gasentweichung, starke Beben und Aufbeulung gäbe, wären dies Hinweise dafür, dass ein Vulkan bald ausbrechen könnte.
QUELLE:
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