Vulkane im All

Von Natascha Mallok (10 Jahre)

Auf der Erde gibt es viele und sehr hohe Vulkane. Doch wer hätte gedacht, dass es auch Vulkane auf anderen Planeten gibt?

Mond

Der Mond

Auf dem Mond zum Beispiel gibt es Vulkane, diese waren jedoch vor mehr als drei Milliarden Jahren aktiv, und sind jetzt erloschen. Die Vulkane spuckten damals geschmolzenes Gestein aus, also Lava. Bei dem vulkanischen Gestein handelt es sich um Basalt. Dies ist ein Gestein, das auch aus den großen Vulkanen auf Hawai oder Island austritt.

Merkur

Merkur ist der sonnennächste Planet, aber was den Vulkanismus betrifft sehr mondähnlich. Merkur ist etwa 1,4-mal so groß wie der Mond. Die vulkanische Aktivität auf diesem Planeten endete vor zirka zwei Milliarden Jahren ein.

Venus

Der Strato-Vulkan Maat-Mons auf der Venus

Auf der Venus wurden mächtige Schild- und Stratovulkane gefunden. Als Beispiel ist hier der Maat-Mons zu nennen, welcher mit einer Höhe von acht Kilometern und einem Durchmesser von 300 Kilometern beachtliche Ausmaße besitzt. Der längste Lavastrom erreichte eine Länge von 600 Kilometer. Die hohe Oberflächentemperatur auf der Venus von 470 Grad trug sicherlich auch einen Teil zur großen Länge der Ströme bei, da durch die hohe Temperatur die Lava lange flüssig blieb.

Mars

Der Olympus-Mons auf dem Mars

Der Mars ist mit seiner etwa halben Erdgröße ein sehr interessanter Planet. Auf dem Mars befinden sich mehrere Schildvulkane unterschiedlicher Größe, so zum Beispiel der Olympus-Mons, welcher mit seinen 600 Kilometern Durchmesser und einer Höhe von 27 Kilometern den höchsten Berg des Planetensystems darstellt. Ein anderes Extrem stellt der Schildvulkan Alba-Patera dar, der mit einem Basisdurchmesser von 1000 Kilometer und einer Höhe von nur drei Kilometerm sehr flach ist. Trotz seiner relativ kleinen Größe, war die Vulkane auf dem Mars sicher bis vor 100 Millionen Jahren noch aktiv. Es wäre sogar möglich, dass er in manchen Regionen noch bis heute aktiv ist.

Jupitersystem

Auf dem Jupiter selbst gibt es keinen Vulkanismus, aber auf seinen Monden.

Io

Jupiter-Mond Io

Seit seiner Entdeckung durch Galilei hat der Jupiter-Mond Io die Astronomen wegen seiner gelb-orangen Farbe fasziniert. Io ist der vulkanisch aktivste Himmelskörper unseres Sonnensystems, weit aus aktiver als die Erde. Im Moment sind auf Io 100 Vulkane aktiv. Die drei größten Vulkane auf Io sind: Pele, Loki und Prometheus.

Europa

Auf dem Jupiter-Mond Europa entdeckte man Wasser-Eis-Vulkanismus. Man vermutet, dass sich unter dem dicken Eispanzer ein Ozean aus flüssigem Wasser befindet. Aus Rissen des Eispanzers stieg früher Wasser zur Oberfläche auf.

Wasser-Eis-Vulkanismus gibt es auch auf vielen weiteren Himmelkörpern, beispielsweise auf dem etwa 250 Kilometer durchmessenden Eiskörper Encecladus im Saturnsystem. Hier zeigt sich trotz einer geringen Oberflächentemperatur vulkanische Aktivitäten. Wasser-Eis-Vulkanismus bringt aber Probleme mit sich. So ist Wasser schwerer als Eis und würde somit gar nicht aufsteigen. Deshalb wird angenommen, das es sich nicht um reines Wasser, sondern um ein Wasser-Eis-Gemisch handelt.

Alle Bilder stammen aus dem Planetary Photo Journal der NASA